Absicherung verstehen
Welche Versicherungen
brauche ich?
Welche Absicherung zu dir passt, hängt von deiner Situation ab. Ich schaue zuerst auf dein Einkommen, deine Ausgaben, deine Rücklagen und deine bestehenden Verträge. Danach ordnen wir die Risiken und ihre möglichen finanziellen Folgen ein.
Erst die Situation verstehen
Im Gespräch schaue ich mir an, welches Einkommen dir zur Verfügung steht, welche Ausgaben und Verpflichtungen du hast und welche Rücklagen vorhanden sind. Wichtig ist auch, wer von deinem Einkommen abhängt und welchen Schutz du bereits hast.
Eine Handy- oder Technikversicherung ist nicht automatisch sinnvoll. Ich prüfe, ob du einen Schaden aus deinen Rücklagen bezahlen könntest und wie wichtig dir dieser Schutz ist. Bei der Hausratversicherung geht es um den Wert deiner gesamten Einrichtung und darum, wie viel Risiko du selbst tragen möchtest.
Große Risiken absichern
Zu meinen wichtigsten Empfehlungen gehören die private Haftpflicht- und die Berufsunfähigkeitsversicherung. Die Haftpflicht kann hohe Forderungen abfangen, wenn du einer anderen Person einen Schaden zufügst. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann dein Einkommen absichern, wenn du deinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kannst und die Vertragsbedingungen erfüllt sind.
Bei der Haftpflichtversicherung prüfe ich die Versicherungssumme und Bausteine wie Schlüsselverlust oder Forderungsausfalldeckung. Letztere kann unter den Bedingungen des Vertrags helfen, wenn dir jemand einen Schaden zufügt und selbst nicht dafür aufkommen kann. Solche Details sind wichtig, damit du weißt, was der Tarif im Leistungsfall abdeckt.
Unfall- und Rechtsschutzversicherung
Ich empfehle persönlich auch eine Unfallversicherung. Sie kann bei bestimmten Unfallfolgen eine vereinbarte Kapitalleistung zahlen, über die du frei verfügen kannst, etwa wenn ein Umbau nötig wird. Ob sie zahlt und in welcher Höhe, richtet sich nach den Vertragsbedingungen. Sie ersetzt keine Berufsunfähigkeitsversicherung.
Aus meiner Erfahrung im juristischen Bereich weiß ich, wie schnell Prozesskosten erheblich werden können. Darum empfehle ich häufig einen möglichst breiten Rechtsschutz. Wir prüfen trotzdem, welche Rechtsbereiche versichert sind und welche Wartezeiten oder Ausschlüsse gelten. Ob der Schutz zu dir und deinem Budget passt, entscheidest du.
Hausrat nach Wert und Bedarf absichern
Eine Hausratversicherung halte ich häufig für sinnvoll. Sie kann Schäden an versicherten Gegenständen abdecken, etwa nach Brand, Leitungswasser oder Einbruchdiebstahl. Der konkrete Schutz steht im Tarif. Bei einem eigenen Wohngebäude empfehle ich außerdem eine Wohngebäudeversicherung. Welche Schäden sie übernimmt, richtet sich nach dem Vertrag.
Für die Hausrat-Versicherungssumme nutze ich zunächst etwa 650 bis 750 Euro je Quadratmeter als Orientierung. Das ist ein Ausgangspunkt, kein fertiger Vertragswert. Entscheidend sind dein tatsächlicher Hausrat, die Bedingungen des Tarifs und die Frage, welches Risiko du selbst tragen möchtest.
Leistung und Preis gemeinsam prüfen
Bestehende Versicherungen prüfe ich zuerst auf Preis und Leistung. Ich achte auf angemessene Versicherungssummen und wichtige Bausteine. Dafür nutze ich Leistungsübersichten und Tarifvergleiche, damit Unterschiede und mögliche Einschränkungen sichtbar werden.
Das Ziel ist ein ausgewogenes Verhältnis: bei gleichbleibender Leistung einen niedrigeren Beitrag finden oder für einen angemessenen Mehrbeitrag besseren Schutz erhalten. So prüfen wir auch, ob sich Geld für andere wichtige Themen freimachen lässt. Einen Wechsel entscheiden wir erst, wenn der bisherige und der neue Vertrag samt Folgen gegenübergestellt sind.
Quellen zur Orientierung: Stiftung Warentest: Versicherungen checken · BdV: Forderungsausfalldeckung · Verbraucherzentrale: Rechtsschutz · Verbraucherzentrale: Unfallversicherung · Verbraucherzentrale: Hausrat. Die Quellen geben allgemeine Orientierung. Maßgeblich sind die Bedingungen des konkreten Vertrags.